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Der heutige Mensch verzichtet fast gänzlich auf Rituale. Aber wo sind wir damit hingekommen? Keine Eltern mehr, die uns liebvoll begleiten vom Baby, bis zum Kind. Vom Kind, zum Jungendlichen und vom Jungendlichen, zum Erwachsenen.
Was haben Rituale noch für einen Sinn, werden Sie sich fragen? Wir lernen rechnen, lesen und weitere nützliche Dinge.
Aber lernen wir auch leben, lieben, geniessen? Im Einklang mit der Natur zu leben?
Wir verlieren immer mehr unsere Werte.
Mütter und Väter vergreifen sich an ihren Kindern. Schauen wir nur die Ernährung an!
Wenn wir das betrachten, was Eltern ihren Kindern vorsetzen, kann man bisweilen richtiggehend entsetzt sein.
Da werden Nahrungsmitten auf den Tisch gestellt, die eigentlich von ihrer Giftkonzentration her verboten sein müssten.
Warum hat aber unsere Nahrungsmittelindustrie so eine grosse Chance, sich in unseren Küchen breit zu machen?
Dazu einige Gedanken von meiner Seite. Wie schon gesagt, uns fehlen die Rituale. Eine Mutter, die ihre Tochter aufs Kochen mit Liebe hinführt, die Sinnlichkeit und Erotik der Lebensmittelzubereitung fördert, kann niemals, ich wiederhole niemals, zu Fertigprodukten greifen.
Im Rhythmus der Jahreszeiten zu leben. Im Einklang mit der Natur und mit den entsprechenden Lebensmitteln.
Ein Kind, das so aufwächst, entwickelt nicht nur eine kraftvolle Seele, sondern auch einen kraftvollen Körper und einen hochstehenden, spirituellen Geist, gebildet aus Lebensmitteln aus der Natur unserer Mutter Erde.
Das Ritual bietet Gelegenheit zu ehrlicher Auseinandersetzung mit uns Selbst und unserem Umfeld. Zur Selbstbesinnung über unsere Wandlungen. Durch das Ritual wird Zielgerechtigkeit erlangt. Wir können jeden Tag, jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr mit kleinen Ritualen bereichern und so unsere eigene Kraft stärken und zu dem werden, was wir wahrhaft sind. Wir können alle Bindungen abstreifen und uns auf unser wahres Wesen besinnen.
Lebensritual:
Wenn zwei sich sehr verbundene Seelen, am Höhepunkt ihrer Liebe, zur Zeugung eines neuen Menschen entschliessen, beginnt bereits das Ritual. Es ist eine Zeit der Vorbereitung.
Die Körper werden gereinigt (die richtige Ernährung mit Meditation, Fasten, die richtigen Gedanken usw.) und auf die bevorstehende Zeugung vorbereitet.
Die Zeugung sollte eine göttliche Handlung sein, nur mit dem Mantel der Liebe umhüllt. Mit guten Gedanken sollte die Wunschseele angezogen werden, um ihr ein Willkommen zu zeigen, das sie gern inkarniert.
Die Zeit der Schwangerschaft sollte eine Zeit der Liebe, Zärtlichkeit und Harmonie sein.
Jeder Ballast von aussen sollte von der werdenden Mutter ferngehalten werden. Das Haus sollte mit Musik, Lachen und Freude erfüllt sein.
Die Lebensmittel sollten von der Sonne gereift sein und das neue Leben im Leib der Mutter nähren.
Die Geburt sollte in einem geschützten Rahmen und Tempel stattfinden, das Kind sollte spüren, dass es willkommen ist.
Das Baby braucht jetzt sehr viel Aufmerksamkeit, Zärtlichkeit und Liebe.
Das Stillen sollte ein Akt der Sinnlichkeit sein und mindestens 18 Monate dauern. Danach sollten, anstelle der Muttermilch, Früchte und Gemüse eintreten, um dem Kind den Weg zu ebnen.
Viel Bewegung in der Natur mit den Eltern, die dem Kind lernen, Verantwortung zu übernehmen gegenüber sich, anderen und der Mutter Erde.
Das richtige zu essen, das richtige zu denken.
Vorbereitung des Jugendlichen auf die Verantwortung gegenüber sich selbst und seiner Umgebung. Aber auch die langsame Ablösung von den Eltern, denn Kinder wohnen im Land von Morgen, zu dem die Eltern keinen Zugang haben.
Rituale, Rituale, Rituale, eine Bereicherung fürs Leben.........................




